Montag, 11. Februar 2008

Das neue Rad II

Seit beinahe zwei Wochen also fahre ich fleißig Rad! Eigentlich schon vorher sehr oft, aber seit meiner Anschaffung irgendwie bewusster.
Ist denn eigentlich die Geschichte mit dem chinesischen Bauern bekannt? Ich meine die Geschichte in der ihm der Kaiser einen Wunsch gewährt? Warum weiß ich nicht mehr, aber der Bauer wünscht sich nur Reis, ein Korn auf dem ersten Feld eines Schachbretts, zwei Körner auf dem zweiten, vier auf dem dritten, usw.
Also pro Spielfeld immer die doppelte Reiskörnermenge als auf dem vorherigen.
Der Kaiser ist etwas mürrisch und überlegt den Bauern hinrichten zu lassen, wegen der Frechheit sich nur Reis zu wünschen, wo ihm doch jeder Wunsch gewährt worden wäre. Letztendlich jedoch erfüllt er aber des Bauern Wunsch und weist die kaiserlichen Diener an, dem Bauern den Reis auszuhändigen.
Nach kurzer Zeit kommt der kaiserliche Kämmerer zum Kaiser und bittet um Verzeihung.
Alle Reisspeicher seien leer berichtet er. Die Anzahl die der Bauer wünsche, wäre im ganzen Kaiserreich nicht aufzutreiben.
Naja, ich denke in Wahrheit hätte der Kaiser den Bauern einfach hinrichten lassen und gut. In der Geschichte aber (glaube ich), geht der Kaiser Pleite, denn die geforderte Anzahl an Reiskörnern betrug (wiederum glaube ich nur) 2 hoch 64 Reiskörner. Wer mag, kanns ja mal in den Taschenrechner eingeben....
Um aber zum eigentlichen Punkt zu kommen: Ich glaube genauso oft wäre ich in den letzten beiden Wochen mit meinem neuen Rad beinahe überfahren worden.
Nun halte ich mich an die meisten Verkehrsregeln und fahre (ganz der Motorradfahrer in mir) sehr vorausschauend. Dennoch glaube ich, dass die meisten Autofahrer entweder dumm oder einfach nur blind oder beides sind. Vielleicht sind manche auch einfach nur überfordert oder ignorant (dieser Ansicht bin als Autofahrer im übrigen auch).
In jedem Fall bin ich froh, dass ich mir einen Helm geleistet habe, der vermittelt einem ein kleines Gefühl von Sicherheit.
Ich meine, es kann vorkommen, dass man einen Radfahrer übersieht, aber es passiert weitaus öfter, dass man als Fahrradfahrer nicht ernst genommen wird. Dies führt oftmals zu sehr knappen Situationen, an denen ich (stellvertretend für viele) bestimmt nicht schuld bin.
Ein Blick über die Schulter (oder nach vorn auf den Radweg da) beim Abbiegen, oder vielleicht mal wenigstens 20 cm Abstand beim Überholen sind nur zwei der zahllosen Verbesserungsvorschläge die ich hier nennen will.
Also dann auf weitere 2 hoch 64 Schreckmomente für Automobillenker und Fahrradfahrer im beschaulichen Augsburg... mit richtig dollen und gaaaanz vielen Radwegen....

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